Der Streitfall: Wie die Evidence-Kette vor Gericht trägt
Im Konflikt zählt nicht, was geschah, sondern was sich beweisen lässt. Die Evidence-Kette ist dafür gebaut: append-only, hash-verkettet, auf Datenbank-Ebene gegen Veränderung geschützt — mit dem Pfad zu qualifizierten Zeitstempeln nach eIDAS Art. 41.
Beidseitigkeit
Server-Logs beweisen für ihren Betreiber; die Mandats-Evidenz beweist für beide Seiten: Ausstellung, jede Verifikation mit Primärcode, jede Eskalations-Entscheidung, der Widerruf — eine Kette, die Mandant wie Akzeptanzstelle exportieren können.
Integrität als Mathematik
Jeder Eintrag bindet den Hash des Vorgängers; Update und Delete sind per Trigger blockiert — selbst für Administratoren. Der Export trägt eine Integritäts-Wurzel: Ein einziger veränderter Eintrag bricht sichtbar die gesamte Kette.
Qualifizierte Zeitstempel
Die tägliche Wurzel-Verankerung über einen QTSP hebt die Kette auf eIDAS-Beweiswert (Art. 41: Vermutung der Richtigkeit von Datum und Unversehrtheit) — aus technischer Evidenz wird privilegiertes Beweismittel.
Kernaussage
Wer die bessere Kette hat, gewinnt den Streit, bevor er beginnt. Meist findet er deshalb gar nicht statt.