Mandact — The Trust Layer of the Agent Economy

Rechtliches

Datenschutzerklärung

Zuletzt geändert: 11. Juli 2026

Diese Erklärung beschreibt, welche Personendaten Mandact bearbeitet, zu welchem Zweck, auf welcher Rechtsgrundlage und wie lange. Sie stützt sich auf das revidierte Schweizer Datenschutzgesetz (revDSG) und — soweit anwendbar — die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).

1. Verantwortliche Stelle

Innopulse Consulting GmbH
Gotthardstrasse 30, 6300 Zug, Schweiz
UID: CHE-219.727.921
hello@mandact.com

2. Welche Daten wir bearbeiten

2.1 Kontodaten

E-Mail-Adresse, gehashtes Passwort (falls Sie kein Single Sign-on nutzen), Name oder Anzeigename, Organisationszugehörigkeit und Rolle. Bei Anmeldung über Google oder Microsoft zusätzlich die vom Anbieter übermittelte Kennung und E-Mail-Adresse.

2.2 Mandatsdaten

Die von Ihnen ausgestellten Vollmachten: Bezeichnung des Agenten, dessen dezentrale Kennung (DID), erlaubte Handlungen, Betragsgrenzen, Laufzeit, zugelassene Gegenparteien und Status. Diese Angaben können Rückschlüsse auf Ihre Geschäftstätigkeit zulassen.

2.3 Kryptografisches Schlüsselmaterial

Das ist der heikelste Punkt, deshalb steht er hier ausdrücklich: Für jeden Agenten erzeugt Mandact ein Ed25519-Schlüsselpaar. Der öffentliche Schlüssel liegt im Klartext in der Datenbank. Der private Schlüssel wird treuhänderisch verwahrt — verschlüsselt mit AES-256-GCM, abgeleitet aus einem serverseitigen Hauptschlüssel.

Das bedeutet: Mandact ist technisch in der Lage, im Namen Ihres Agenten zu signieren. Wir tun das ausschliesslich, wenn Sie selbst eine Verifikation auslösen. Sobald externe Agent-Wallets (EUDI, E-ID) verfügbar sind, entfällt diese Verwahrung — der private Schlüssel verlässt Ihre Wallet dann nie. Im Datenmodell ist der aktuelle Zustand als key_custody: custodial gekennzeichnet.

2.4 Verifikations- und Beweisdaten

Jede Prüfung erzeugt einen Eintrag: Zeitpunkt, geprüfte Handlung, Betrag, Gegenpartei, Entscheidung und Begründungscode. Diese Einträge fliessen in eine hash-verkettete Beweiskette, die auf Datenbankebene gegen Änderung und Löschung gesperrt ist.

Wichtig: Aus dieser Kette lassen sich einzelne Einträge nicht entfernen, ohne die Kette zu brechen. Das ist beabsichtigt — es ist der Kern des Produkts. Ein Löschbegehren kollidiert hier mit dem überwiegenden Interesse an der Beweisintegrität. Siehe Abschnitt 7.

2.5 Technische Daten

Beim Aufruf der Website fallen serverseitig IP-Adresse, Zeitpunkt, aufgerufene Seite und User-Agent an. Sie dienen dem Betrieb und der Abwehr von Missbrauch.

2.6 Zahlungsdaten

Zahlungen wickelt Stripe ab. Kreditkartennummern erreichen unsere Server nicht — wir speichern nur die Stripe-Kundenkennung und den Abonnementstatus.

3. Zwecke und Rechtsgrundlagen

ZweckDatenRechtsgrundlage
Konto führen, Zugang gewährenKontodatenVertragserfüllung (Art. 31 Abs. 2 lit. a revDSG / Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO)
Mandate ausstellen und prüfenMandats- und SchlüsseldatenVertragserfüllung
Beweiskette führenVerifikationsdatenVertragserfüllung; überwiegendes Interesse an Nachweisbarkeit
Missbrauch abwehrenTechnische DatenÜberwiegendes Interesse (Art. 31 Abs. 1 revDSG / Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO)
Rechnungen stellenZahlungsdatenVertragserfüllung; gesetzliche Pflicht

4. Auftragsbearbeiter

Wir setzen die folgenden Dienstleister ein. Mit allen bestehen Auftragsbearbeitungsverträge.

DienstZweckStandort
SupabaseDatenbank, AuthentifizierungEU (Frankfurt)
VercelHosting, AuslieferungEU-Region; CDN weltweit
StripeZahlungsabwicklungEU / USA (Standardvertragsklauseln)

Personendaten werden grundsätzlich in der Schweiz und im EWR bearbeitet. Wo eine Übermittlung in die USA erfolgt, stützt sie sich auf Standardvertragsklauseln der EU-Kommission.

5. Aufbewahrung

DatenDauerGrund
KontodatenBis zur Löschung des KontosVertragsverhältnis
Mandate (widerrufen/abgelaufen)10 JahreNachweisbarkeit; Verjährungsfristen (Art. 127 OR)
Beweiskette10 JahreBeweisintegrität; siehe Abschnitt 7
Private Agenten-SchlüsselBis zum Widerruf des MandatsDanach technisch nicht mehr nutzbar
Rechnungen10 JahreArt. 958f OR
Server-Logs30 TageMissbrauchsabwehr

6. Sicherheit

  • Übertragung ausschliesslich per TLS.
  • Datenbankzugriff durch Row-Level-Security abgesichert: Ein Mandant kann technisch nicht auf Daten eines anderen zugreifen — auch nicht bei einem Fehler in der Anwendungslogik.
  • Private Agenten-Schlüssel verschlüsselt (AES-256-GCM), nie im Klartext gespeichert.
  • Beweiskette hash-verkettet und auf Datenbankebene gegen UPDATE und DELETE gesperrt.
  • Passwörter gehasht (bcrypt, über Supabase Auth).

Was wir nicht behaupten: Es gibt kein Hardware-Sicherheitsmodul (verschlüsselter Schlüsselspeicher) und keine automatische Schlüsselrotation. Der Hauptschlüssel liegt als Umgebungsvariable vor. Das ist für den aktuellen Reifegrad angemessen — es ist aber keine Hochsicherheitsverwahrung, und wir stellen es auch nicht so dar.

7. Ihre Rechte

Sie haben das Recht auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Bearbeitung, Datenherausgabe und Widerspruch. Eine E-Mail an hello@mandact.com genügt.

Grenzen des Löschrechts

Beim Löschen Ihres Kontos entfernen wir Kontodaten, Mandate und Schlüsselmaterial. Die Einträge in der Beweiskette bleiben bestehen. Der Grund: Ihre Löschung würde die Kette brechen und damit die Beweiskraft für alle anderen Beteiligten zerstören — insbesondere für Akzeptanzstellen, die sich auf eine geprüfte Vollmacht verlassen haben.

Wir stützen uns auf Art. 32 Abs. 3 revDSG bzw. Art. 17 Abs. 3 lit. e DSGVO (Geltendmachung von Rechtsansprüchen). Die Einträge enthalten Mandats- und Agentenkennungen sowie Prüfergebnisse — keine Klarnamen und keine Kontaktdaten. Nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist werden sie gelöscht.

Sie können sich bei der zuständigen Aufsichtsbehörde beschweren — in der Schweiz beim Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB), in der EU bei der Behörde Ihres Wohnsitzstaates.

8. Cookies

Mandact setzt ausschliesslich technisch notwendige Cookies: ein Sitzungs-Cookie zur Aufrechterhaltung Ihrer Anmeldung. Kein Tracking, keine Analyse-Cookies, keine Werbe-Cookies. Deshalb erscheint auch kein Cookie-Banner — wir brauchen keine Einwilligung für etwas, das wir nicht tun.

9. Automatisierte Entscheidungen

Die Verifikations-Engine entscheidet automatisiert, ob eine Handlung durch eine Vollmacht gedeckt ist. Diese Entscheidung ist deterministisch und regelbasiert — kein maschinelles Lernen, kein Profiling. Jede Entscheidung trägt einen nachvollziehbaren Begründungscode (etwa MD-302 für „Betrag über Limit").

Die Regeln stellen Sie selbst auf. Mandact wendet sie nur an.

10. Änderungen

Wir passen diese Erklärung an, wenn sich die Bearbeitung ändert. Bei wesentlichen Änderungen informieren wir angemeldete Nutzerinnen und Nutzer per E-Mail.

Siehe auch: AGB · Auftragsbearbeitungsvertrag · Impressum