Mandact — The Trust Layer of the Agent Economy
Trust Center

Sicherheit ist hier kein Kapitel. Sie ist das Produkt.

Mandact verwaltet Vollmachten — die sensibelste Ressource der Agent Economy. Diese Seite beschreibt, wie wir sie schützen, und was wir vertraglich zusagen.

ARCHITEKTUR

Ein aktives Mandat ohne Beweiszeile kann es nicht geben.

Statuswechsel und Beweiseintrag committen gemeinsam — nicht per Anwendungslogik, sondern weil die Datenbank es verweigert. Scheitert der Beweis, scheitert die Aktivierung. Und ohne freigegebenen Vertrauensdienst wird gar kein Mandat aktiv: Die Provider-Tabelle wird bewusst leer ausgeliefert.

WIDERRUF

Der Widerruf wirkt sofort — ohne Cache, ohne Nachlauffrist.

Der Mandatsstatus wird bei jeder Prüfung live gelesen. Ein Widerruf greift bei der nächsten Verifikation; im Zweifel antwortet das System mit deny, nie mit einem falschen allow. Er wirkt nach unten: Verliert ein Mandat seine Gültigkeit, verlieren alle daraus abgeleiteten Untermandate sie ebenfalls.

DELEGATIONSKETTE

Niemand kann weitergeben, was er selbst nicht hat.

Beauftragt ein Agent einen Sub-Agenten, ist dessen Vollmacht in jeder Hinsicht enger: keine neuen Aktionen, kein höheres Limit, keine längere Laufzeit. Erzwungen durch einen Datenbank-Trigger, geprüft durch sechs Testfälle gegen eine echte Datenbank.

BINDUNG

Die geprüfte Handlung ist die ausgeführte.

Zwischen Prüfung und Ausführung liegt eine Lücke: Geprüft wird CHF 450, ausgeführt könnten CHF 4'500 werden. Ein Intent-Hash schliesst sie — er bindet den Beleg an genau diese Handlung, inklusive Gegenpartei und Warenkorb. Weicht bei der Ausführung etwas ab, ist es nachweisbar.

BEWEISWERT

Wer prüfen kann, kann nicht fälschen.

Belege werden asymmetrisch signiert (ES256). Der öffentliche Schlüssel liegt unter /.well-known/jwks.json — eine Akzeptanzstelle kann einen Beleg Jahre später verifizieren, ohne Vertragsbeziehung und ohne die Fähigkeit, selbst einen zu erzeugen. Jeder Beleg trägt die geprüfte Schranke mit: 4200 > 500, deshalb deny.

SCHLÜSSEL

Ein kompromittierter Schlüssel wird sofort ungültig.

Sechs Zustände unterscheiden planmässige Ablösung von Kompromittierung. Ein widerrufener Schlüssel autorisiert keine neue Transaktion — seine früheren Belege bleiben prüfbar. Der Widerruf ist endgültig und verlangt einen Grund, damit später beurteilbar ist, welche Belege betroffen sind.

ZEICHNUNGSBERECHTIGUNG

Nicht jeder darf eine Vollmacht ausstellen.

Einzelunterschrift, Kollektiv zu zweien, Prokura (Art. 458 ff. OR), Handlungsvollmacht (Art. 462 OR) — mit Handelsregister-Bezug und Befristung. Wer kollektiv zeichnet, aktiviert allein nichts. Eine abgelaufene Vertretungsmacht stellt keine Vollmacht mehr aus, auch wenn die Unterschrift in der Datenbank steht.

ZUGRIFF

Strikte Mandanten-Trennung.

Row-Level-Security auf allen Datenebenen, getrennte Test- und Live-Umgebungen. Eine Akzeptanzstelle sieht ausschliesslich die Prüfungen, die sie selbst angefragt hat — nie, was derselbe Agent bei einem Wettbewerber tut.

NACHPRÜFBARKEIT

Fünf Ebenen, alle wiederholbar.

Anwendungslogik, Schema, Spaltenabgleich, die volle Kette über HTTP und die laufende Anwendung — jede Ebene hat ein Skript, das jeder ausführen kann. Beim ersten Durchlauf gegen echtes Postgres fanden sich fünf stille Fehler; alle behoben, alle abgesichert.

ZERTIFIZIERUNG

Der Pfad ist öffentlich.

DSGVO/revDSG-Konformität ab Tag 1, ISO 27001 als nächster Meilenstein. Eine zeitliche Bezeugung der Beweiskette durch einen akkreditierten Dienst würde einen angebundenen Vertrauensdiensteanbieter voraussetzen — der Adapter dafür ist gebaut, die Anbindung steht aus. Den jeweils aktuellen Stand veröffentlichen wir hier.

Responsible Disclosure

Sicherheitsforschende sind willkommen. Meldungen an hello@mandact.com beantworten wir innert 48 Stunden; wir veröffentlichen behobene Befunde nach Abschluss koordiniert.