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Wissenshub · Pillar

Agentic Commerce

Zahlungs-Rails, Protokolle und die Frage, die sie alle offenlassen.

AP2 unter FIDO-Governance: Was das für Händler heisst

Das Agent Payments Protocol wurde im April 2026 an die FIDO Alliance übergeben; Version 0.2 erlaubt mit Human-Not-Present-Zahlungen erstmals autonome Transaktionen auf Basis vorab autorisierter Instruktionen. Für Händler heisst das: Die Zahlungs-Autorisierung wird Standard — die Handlungs-Autorisierung bleibt ihre Aufgabe.

Visa TAP und Mastercard Agent Pay im Vergleich

Beide Karten-Netzwerke haben 2025/26 Agenten-Frameworks ausgerollt: Visa mit dem Trusted Agent Protocol (Verified Agent ID plus Issuer-signierter Consent), Mastercard mit Agentic Tokens (MDES-Erweiterung, an Agent, Merchant-Scope und Policy gebunden) — seit November 2025 für alle US-Karteninhaber, mit globalem Rollout.

Stripe für Agenten: ACP, Shared Payment Tokens, MPP

Stripe besetzt die Entwickler-Schicht des Agentic Commerce: das mit OpenAI entwickelte Agentic Commerce Protocol, Shared Payment Tokens (merchant- und betragsgebunden, zeitlich begrenzt, single-use) und das Machine Payments Protocol — als GA ausgeliefert, mit Klarna und Affirm im Rollout.

Human Not Present: Autonome Zahlungen und ihre Grenze

Mit AP2 v0.2 dürfen Agenten Zahlungen autonom ausführen — auf Basis vorab autorisierter Instruktionen, ohne dass der Mensch im Moment der Transaktion anwesend ist. Das ist der Moment, in dem aus Zahlungs-Autorisierung faktisch Handlungs-Delegation wird.

Agent-Ready Checkout: die Referenz-Architektur

Ein agentenfähiger Checkout besteht aus drei Schichten: Erkennen (legitimer Agent? — TAP/Attestierung), Befugnis (durfte er das? — Mandats-Verify, < 150 ms) und Ausführung (Zahlung — AP2/SPT/Agentic Token). Wer nur Schicht eins und drei baut, akzeptiert Umsatz mit offener Haftung.