Rechtslage · Schweiz · Risiko 2/3
Datenexport anfordern per KI-Agent: Rechtslage in der Schweiz
Ein Export-Mandat erlaubt einem KI-Agenten, Ihre Daten bei Diensten herauszuverlangen (Datenportabilität, Art. 20 DSGVO). Typischer Einsatz: Anbieterwechsel. Das Mandat definiert, bei welchen Diensten exportiert werden darf und wohin die Exporte geliefert werden.
Rechtsgrundlage (Schweiz)
In der Schweiz richtet sich die Vollmacht nach OR Art. 32 ff. (Stellvertretung); der Widerruf ist jederzeit möglich (Art. 34 OR).
Allgemein gilt: Wer in fremdem Namen mit Ermächtigung handelt, verpflichtet die vertretene Person direkt (Art. 32 Abs. 1 OR). Die Norm fragt nach Ermächtigung und Erkennbarkeit des Vertretungsverhältnisses — beides liefert das Mandat maschinell: den Umfang als geprüfte Constraints, die Erkennbarkeit als signierte Presentation.
Empfohlene Grenzen
Dienste-Liste und Ziel-Speicherort zwingend definieren.
Typische Risiken
- Exporte enthalten sensible Rohdaten — das Ziel gehört unter Ihre Kontrolle.
Beweis im Streitfall
Die Schweizer ZPO kennt die freie Beweiswürdigung (Art. 157 ZPO): Elektronische Evidenz überzeugt durch Integrität, nicht durch Form. Eine hash-verkettete, append-only Beweiskette mit täglich qualifiziert gezeitstempelter Wurzel (ZertES/eIDAS-äquivalent) gibt dem Gericht, was es würdigen kann — Lückenlosigkeit, Unveränderbarkeit, Zuordenbarkeit.
Häufige Fragen
Wie weise ich nach, dass mein Agent Datenexporte anfordern durfte?
Über das Mandat selbst: Es ist kryptografisch signiert, an Ihre Identität gebunden und wird bei jeder Handlung verifiziert. Mandat, Prüfung und Ergebnis liegen hash-verkettet im Evidence Vault — exportierbar für Revision und Gericht.
Was passiert, wenn ich das Mandat widerrufe?
Der Widerruf wirkt global in unter einer Sekunde. Jede weitere Verifikation wird mit dem Code MD-201 abgelehnt; bereits abgeschlossene Handlungen bleiben in der Beweiskette dokumentiert.