OMP/1 · data.export
Datenexport anfordern per KI-Agent
Risikostufe 2 · mittel
Ein Export-Mandat erlaubt einem KI-Agenten, Ihre Daten bei Diensten herauszuverlangen (Datenportabilität, Art. 20 DSGVO). Typischer Einsatz: Anbieterwechsel. Das Mandat definiert, bei welchen Diensten exportiert werden darf und wohin die Exporte geliefert werden.
Beispiel in Alltagssprache
„Mein Agent fordert meinen Datenexport beim alten Anbieter an und übergibt ihn dem neuen.“
Empfohlene Grenzen
Dienste-Liste und Ziel-Speicherort zwingend definieren.
Worauf Sie achten sollten
Exporte enthalten sensible Rohdaten — das Ziel gehört unter Ihre Kontrolle.
Rechtslage in Kürze
- Schweiz
- In der Schweiz richtet sich die Vollmacht nach OR Art. 32 ff. (Stellvertretung); der Widerruf ist jederzeit möglich (Art. 34 OR).
- Deutschland
- In Deutschland gelten §§ 164 ff. BGB: Der Agent handelt im Namen der vertretenen Person, soweit die Vollmacht reicht; sie ist grundsätzlich frei widerruflich (§ 168 BGB).
- Österreich
- In Österreich folgt die Bevollmächtigung §§ 1002 ff. ABGB; der Umfang bestimmt sich nach dem erteilten Auftrag, ein Widerruf ist jederzeit zulässig.
Kein Rechtsrat im Einzelfall; die ausstellbaren Vorlagen durchlaufen einen kanzleiseitigen Review.
Häufige Fragen
+Wie weise ich nach, dass mein Agent Datenexporte anfordern durfte?
Über das Mandat selbst: Es ist kryptografisch signiert, an Ihre Identität gebunden und wird bei jeder Handlung verifiziert. Mandat, Prüfung und Ergebnis liegen hash-verkettet im Evidence Vault — exportierbar für Revision und Gericht.
+Was passiert, wenn ich das Mandat widerrufe?
Der Widerruf wirkt global in unter einer Sekunde. Jede weitere Verifikation wird mit dem Code MD-201 abgelehnt; bereits abgeschlossene Handlungen bleiben in der Beweiskette dokumentiert.