MANDACT

OMP/1 · data.share

Daten freigeben per KI-Agent

Risikostufe 2 · mittel · in der Sandbox prüfbar

Ein Datenfreigabe-Mandat bevollmächtigt einen KI-Agenten, definierte Daten an definierte Empfänger weiterzugeben — etwa Adressdaten an einen Umzugsdienst. Es operationalisiert die Einwilligung nach DSGVO und revDSG: Der Widerruf des Mandats widerruft die Freigabe-Befugnis in Sekunden.

Beispiel in Alltagssprache

„Mein Agent darf meine Lieferadresse an Versandhändler weitergeben, sonst nichts.“

Empfohlene Grenzen

Datenkategorien eng definieren, Empfänger-Whitelist zwingend.

Worauf Sie achten sollten

Weite Datenkategorien („alle Profildaten“) sind praktisch nicht rückholbar — eng mandatieren.

Besondere Datenkategorien (Gesundheit) gehören in separate, hochrestriktive Mandate.

Rechtslage in Kürze

Schweiz
In der Schweiz richtet sich die Vollmacht nach OR Art. 32 ff. (Stellvertretung); der Widerruf ist jederzeit möglich (Art. 34 OR). Datenschutzrechtlich gilt zusätzlich das revDSG: Die Freigabe braucht eine gültige Rechtsgrundlage.
Deutschland
In Deutschland gelten §§ 164 ff. BGB: Der Agent handelt im Namen der vertretenen Person, soweit die Vollmacht reicht; sie ist grundsätzlich frei widerruflich (§ 168 BGB). Daneben verlangt die DSGVO (Art. 6/7) eine nachweisbare Einwilligung — das Mandat dokumentiert sie.
Österreich
In Österreich folgt die Bevollmächtigung §§ 1002 ff. ABGB; der Umfang bestimmt sich nach dem erteilten Auftrag, ein Widerruf ist jederzeit zulässig. Die DSGVO gilt unmittelbar; das Mandat dient als Einwilligungs-Nachweis.

Kein Rechtsrat im Einzelfall; die ausstellbaren Vorlagen durchlaufen einen kanzleiseitigen Review.

Häufige Fragen

+Wie weise ich nach, dass mein Agent Daten freigeben durfte?

Über das Mandat selbst: Es ist kryptografisch signiert, an Ihre Identität gebunden und wird bei jeder Handlung verifiziert. Mandat, Prüfung und Ergebnis liegen hash-verkettet im Evidence Vault — exportierbar für Revision und Gericht.

+Was passiert, wenn ich das Mandat widerrufe?

Der Widerruf wirkt global in unter einer Sekunde. Jede weitere Verifikation wird mit dem Code MD-201 abgelehnt; bereits abgeschlossene Handlungen bleiben in der Beweiskette dokumentiert.

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